Digitale Kompetenz im Projektmanagement – spannende Erkenntnisse von der PVM2025

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Dr. Jessica Nagel hat in ihrem Vortrag auf der PVM 2025 ein Kompetenzstrukturmodell vorgestellt, das sieben zentrale digitale Kompetenzbereiche für das moderne Projektmanagement definiert. Die sieben zentralen Kompetenzbereiche sind:

  • Informations- und Datenmanagement: Kritische Bewertung und strukturierte Nutzung digitaler Datenquellen zur Entscheidungsfindung im Projekt.
  • Datenanalyse und digitale Entscheidungsfindung: Anwendung digitaler Methoden zur Analyse von Projektdaten und Ableitung datenbasierter Entscheidungen.
  • Virtuelle Zusammenarbeit: Effektive Arbeit in verteilten Teams, inklusive interkultureller Kommunikation und digitalem Konfliktmanagement.
  • Digitale Kommunikation: Nutzung digitaler Kanäle zur klaren, zielgerichteten Kommunikation und Moderation von Projektmeetings.
  • Digitale Führung und Teammotivation: Führung und Motivation digital verteilter Teams unter Berücksichtigung virtueller Arbeitsumgebungen.
  • Erstellung digitaler Inhalte und Wissensmanagement: Entwicklung und kontinuierliche Pflege projektbezogener digitaler Inhalte und Wissensressourcen.
  • Ethik, Verantwortung und Sicherheit: Bewusstsein und Anwendung von Datenschutz, IT-Sicherheit und ethischen Prinzipien im digitalen Projektumfeld.

Jessica Nagels Arbeit zeigt, dass die definierten Kompetenzbereiche weit über reine Technikkenntnisse hinausgehen. Ihr Ansatz verbindet technologische, soziale und ethische Fähigkeiten, die zusammenwirken, um Projekte in einer digital transformierten Welt erfolgreich zu gestalten. Für Unternehmen bietet dieses umfassende Kompetenzmodell eine wertvolle Orientierung, um gezielte Weiterbildungsprogramme zu entwickeln, die technische, soziale und reflexive Kompetenzen integrieren. Führungskräfte spielen dabei eine zentrale Rolle als Vorbilder und Impulsgeber für die Etablierung einer digital geprägten Unternehmenskultur. Auch für Einzelpersonen, insbesondere Projektmanagerinnen und Projektmanager, unterstreicht Nagels Beitrag die Bedeutung kontinuierlicher Qualifikation, um sich den wandelnden Anforderungen der digitalen Projektlandschaft anzupassen und die Herausforderungen der digitalen Zusammenarbeit souverän zu meistern.

„Digitale Kompetenzen im Projektmanagement sind weit mehr als technisches Know-how – sie verbinden Technologie, menschliche Zusammenarbeit und ethische Verantwortung zu einem ganzheitlichen Ansatz, der Projekte in der digitalen Transformation zum Erfolg führt.”

Über die Autorin

Dr. Jessica Nagel ist eine erfahrene Projektmanagerin und Beraterin mit über zehn Jahren Praxis in der IT- und Unternehmensberatung. Sie ist spezialisiert auf die Durchführung von SAP-Projekten, insbesondere im ERP- und S/4HANA-Umfeld, und hat dabei umfangreiche Erfahrung in der Steuerung komplexer IT-Projekte gesammelt. Parallel zu ihrer Beratungstätigkeit ist sie in der Forschung und Lehre aktiv, wo sie sich auf digitale Kompetenzentwicklung, virtuelle Teams und die Zukunft des Projektmanagements konzentriert. Zudem unterstützt sie als Mentorin und Dozentin die praxisnahe Ausbildung von Studierenden in Wirtschaftsinformatik und Projektmanagement.

​Jessica Nagels Expertise spiegelt sich in ihrem Beitrag zur digitalen Transformation im Projektmanagement wider, wo sie innovative Kompetenzmodelle entwickelt und Wegweiser für Unternehmen und Fachkräfte bietet, die den Herausforderungen der digitalen Arbeitswelt begegnen wollen. Ihr praxisorientierter Ansatz verbindet technologische, soziale und reflexive Aspekte der Kompetenzentwicklung und hebt die Bedeutung von KI-Kompetenz als zukunftsweisendes Element hervor.

Damit verbindet Dr. Nagel ihre fundierte Praxiserfahrung mit theoretischem Wissen und leistet so einen wichtigen Beitrag für die Weiterentwicklung des Projektmanagements im Zeitalter der Digitalisierung.

Publikation

Der Beitrag wurde in den GI Lecture Notes in Informatics (Band P-371) veröffentlicht und ist Bestandteil der renommierten Publikationsreihe der Gesellschaft für Informatik e.V.

Der Foliensatz und Bilder sind auf der Veranstaltungsseite https://fg-wi-pm.gi.de/veranstaltung/post-agilitaet-resilienz-transformation einsehbar.

Über die Tagung PVM

Die PVM (Projektmanagement und Vorgehensmodelle) ist eine jährliche Fachtagung, die sich mit aktuellen Fragestellungen aus Praxis und Wissenschaft zum Stand der Vorgehensmodelle im Projektmanagement beschäftigt. Die Veranstaltung wird von den Fachgruppen Projektmanagement und Vorgehensmodelle der Gesellschaft für Informatik e.V. (GI) veranstaltet.

Die PVM bietet eine Plattform, auf der Experten, Wissenschaftler und Praktiker zusammenkommen, um neueste Forschungsergebnisse, innovative Ansätze und bewährte Vorgehensmodelle zu präsentieren und zu diskutieren. Das Programm umfasst wissenschaftliche Fachvorträge, die einem strengen Review-Prozess unterliegen, sowie Praxisberichte und einen Future-Track, der zukunftsweisende Thesen und Diskussionsbeiträge behandelt. Mit den Kompaktbriefings wird attraktives Schulungsprogramm zu aktuellen Fachthemen in die Tagung integriert.

Nähere Informationen zur PVM finden Sie auf der Webseite https://pvm-tagung.de

Über die Fachgruppe Projektmanagement
Die GI-Fachgruppe Projektmanagement bringt Experten aus Forschung, Lehre und Praxis zusammen, um aktuelle Fragestellungen, Methoden und Entwicklungen im IT-Projektmanagement zu diskutieren und voranzutreiben. Sie bietet eine Plattform für den Austausch von Wissen und Erfahrungen und fördert die Vernetzung von Fachleuten aus verschiedenen Branchen. Weitere Informationen zur Fachgruppe sowie Kontaktmöglichkeiten und Newsletter finden Sie auf der Webseite: https://fg-wi-pm.gi.de

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