Project manager talking to team

Begriff Projekt (Definition auf Deutsch und Bedeutung)

„Ein Projekt ist ein zeitlich begrenztes Vorhaben zur Schaffung eines einmaligen Produkts oder Dienstleistung.“

Wichtige Eigenschaften eines Projekts sind demnach:

  • Einmaligkeit (Ergebnis ist ein einmaliges Produkt/Dienstleistung)
  • Anfang und Ende (die Unternehmung ist zeitlich begrenzt)
  • Ergebnis (Produkt oder Dienstleistung)

Die Einmaligkeit ist eine wichtige Eigenschaft, da für die wiederholte Herstellung eines identischen Produkts eine Projektstruktur ineffizient ist.

Definierter Anfang, definiertes Ende und die Definition des gewünschten Projektprodukts unterstützen die Messbarkeit des Projekterfolgs und sind damit zwingend erforderlich.

Der Projektinhalt muss eindeutig geklärt sein, weil sonst die Erwartungen des Auftraggebers nur zufällig getroffen werden können. Das Projektergebnis muss eindeutig klar sein!

Typischerweise werden Projekte in definierten Phasen- oder Vorgehensmodellen umgesetzt. Die Idee dahinter ist, dass die Umsetzung von Projekten immer einer natürlichen Reihenfolge (bspw. „Analyse-> Design -> Umsetzung -> Test -> Produktivnahme“ oder „Keller -> Rohbau -> Dach -> Ausbau -> Innenausbau“) folgt. Durch das Scheitern von großen IT-Projekten in den letzten Jahren haben die sog. Vorgehensmodelle stark an Verbreitung gewonnen. Hierbei werden die Projektphasen mit dem Projektmanagement verquickt, um die Erreichung der Projektziele sicherzustellen.

Phasenmodell oder Vorgehensmodell in der Softwareentwicklung

Eine weitere typische Eigenschaft ist das iterative Hinarbeiten auf das Ziel.

Wenn also von Iteration gesprochen wird, werden in der Regel Teilergebnisse des Projekts durch diese Projektphasen geschickt. Beim Hausbau mag das schwieriger sein – bei der Softwareentwicklung ist es üblich Teile des Gesamtsystems nacheinander Stück für Stück zu entwickeln. Dieses iterative Vorgehen wird bei agilen Vorgehensmodellen am stärksten gelebt, dort sind die Umsetzungspakete oft am kleinsten.

Begriff Projektmanagement (Definition auf Deutsch und Bedeutung)

„Projektmanagement ist der Einsatz von spezifischen Kenntnissen, Fähigkeiten, Werkzeugen und Techniken, um für Menschen etwas Wertvolles zu schaffen.“

Als Projektmanagement bezeichnet man das

  • Initiieren,
  • Planen,
  • Steuern und das Kontrollieren und
  • Abschließen

von Projekten.

Viele Begriffe und Verfahrensweisen im Projektmanagement sind mittlerweile etabliert und standardisiert. In den Studiengängen der Ingenieurwissenschaft, Wirtschaftswissenschaft und Informatik werden notwendige Grundkenntnisse des Projektmanagements vermittelt. Dennoch erscheint Erfahrungswissen eine der wesentlichen Quellen in der Praxis zu sein, reines Methodenwissen ist nicht hinreichend.

Die Darstellung auf dieser Webseite bricht die Verquickung von Projektmanagement und Vorgehensmodell auf, um Projektmanagement „pur“ darzustellen. Damit wird das Wissen auf diesen Seiten „branchenneutral“.

Die Darstellung richtet sich stark nach dem von PMI im PMBOK vertretenen Modell. Wir vertreten aber die Auffassung das es kaum wirklich „schlechte“ PM-Systeme gibt. Solange die beiden Funktionen des Projektmanagement erreicht.

Funktionen des Projektmanagements

Projektmanagement hat zwei wesentliche Funktionen für ein Projekt:

  • Transparenz schaffen und
  • Verbindlichkeit schaffen.

Wenn diese beiden Funktionen erfüllt werden, dann ist der Projekterfolg nicht mehr weit.

Mit Transparenz ist gemeint, dass alle Projektbetroffenen (=Stakeholder) wissen, was der Auftrag ist, wo das Projekt steht und was die nächsten Schritte sind. Mit Verbindlichkeit ist gemeint, dass das Mandat des Projektleiters klar ist und dass alle Beteiligten ihre Aufgaben rechtzeitig und in der abgestimmten Qualität erledigen.

Eigenschaften des Projektmanagement

„Projektmanagement ist die Anwendung von Wissen, Fähigkeiten, Methoden, Werkzeugen und Techniken um die Erwartungen der Stakeholder zu erfüllen, bzw. zu übertreffen.“

Wichtige Eigenschaften sind:

  • methodisches Vorgehen
  • starke Stakeholderorientierung

Während das methodische Vorgehen als Haupteigenschaft von professionellem Projektmanagement offensichtlich ist, ist die starke Stakeholderorientierung vielleicht überraschend.

Vielfach werden Projekte nur an den Zielen einzelner Stakeholder orientiert (z.B. des Auftraggebers und des Fachsponsors), was dazu führt, dass das Projekt nicht von den anderen Stakeholdern unterstützt wird. Es ist fraglich, ob ein Projekt beispielsweise dann als erfolgreich gilt, wenn das Projekt zwar „in time“ und „in budget“ abgeschlossen wird, aber das Projektprodukt (Ergebnis) nicht von den Benutzern angenommen wird. Daher ist es unumgänglich, alle aktiven – und bei Bedarf auch die passiven – Stakeholder in das Projekt einzubeziehen.

Zu den aktiven Stakeholdern zählt man üblicherweise

  • Projektleiter und Projektteam
  • Trägerorganisation
  • Auftraggeber
  • Benutzer/Endkunde
  • Sponsoren/Promotoren

Zu den eher passiven Stakeholdern können

  • Familien der Projektmitarbeiter
  • Umweltverbände
  • usw.
Aktive und passive Stakeholder bestimmen den Projekterfolg.

Ein wichtiger Schritt in der Projektvorbereitung ist daher die Stakeholderidentifikation. Auch wenn die Stakeholder zu Beginn oft offensichtlich erscheinen, sodass die Stakeholderidentifikation manchmal nicht mit der notwendigen Ernsthaftigkeit betrieben wird. Jeder Projektleiter stolpert während der Projektumsetzung darüber, wenn er einen wichtigen Stakeholder vergessen hat.