Die Einreichungsfrist für die GI-Fachtagung „Projektmanagement und Vorgehensmodelle 2026” (PVM 2026) ist bis zum 28. Juni 2026 verlängert worden. Wer Erfahrungen aus der Projektarbeit teilen oder aktuelle Forschungsergebnisse einem Fachpublikum präsentieren möchte, hat damit noch etwas mehr Zeit.
Die Tagung findet am 5. und 6. November 2026 zum zwölften Mal statt – diesmal im Hermann Hollerith Zentrum in Böblingen. Das Leitthema lautet „Projekte im Wandel: Disruption, Künstliche Intelligenz, hybride Methoden”. Auf der Agenda stehen Fragen, die die Projektmanagement-Community derzeit intensiv beschäftigen: Wie verändern KI-Systeme Planung, Steuerung und Entscheidungsfindung in Projekten? Welche hybriden Vorgehensmodelle bewähren sich in der Praxis? Und wie gehen Projektteams mit einer Arbeitswelt um, in der Disruption zum Dauerzustand geworden ist.
Eine Plattform, die Wissenschaft und Praxis verbindet
Die PVM gilt seit ihrer ersten Ausgabe im Jahr 2014 als eine der zentralen deutschsprachigen Veranstaltungen zum Thema Projektmanagement. Was sie auszeichnet: Sie bringt Forschende, Projektleitende, Beraterinnen und Berater sowie Fachleute aus der Industrie gezielt zusammen. Neben begutachteten Fachvorträgen und Keynotes bietet die Tagung Workshops, Kompaktbriefings, Open-Space-Diskussionen und ein Konferenzdinner – also reichlich Gelegenheit zum Netzwerken abseits des formalen Programms. PMI-Mitglieder können für die Teilnahme bis zu 14 PDUs anrechnen lassen.
Warum sich eine Einreichung lohnt
Angenommene Beiträge werden in den GI Lecture Notes in Informatics (LNI) veröffentlicht – einer etablierten Schriftenreihe der Gesellschaft für Informatik. Das schafft nicht nur eine dauerhafte, zitierfähige Dokumentation, sondern erhöht auch die Sichtbarkeit der eigenen Arbeit in der Fachgemeinschaft. Die Annahmequoten sind mit rund 47 Prozent selektiv genug, um dem Band Gewicht zu verleihen, und zugleich offen genug, um auch reifere Arbeiten oder Impulsbeiträge zu berücksichtigen.
Für alle, die den Schritt in die wissenschaftliche Community noch vor sich haben, ist die PVM ein besonders geeigneter Einstieg: Das Programmkomitee ermutigt ausdrücklich Studierende und Nachwuchswissenschaftler:innen zur Einreichung. Für sie kann ein Zuschuss zur Tagungsteilnahme beantragt werden.
Praxisberichte: einfach einreichen, direkt diskutieren
Gerade für Praktiker bietet die Tagung ein niedrigschwelliges Format: Erfahrungsberichte aus Projekten können ohne wissenschaftliches Paper eingereicht werden – ein ausgefüllter Kurzfragebogen und eine PowerPoint-Präsentation genügen. Dabei sind ausdrücklich auch gescheiterte Projekte oder schwierige Phasen willkommen, denn der Erkenntnisgewinn steckt häufig gerade dort. Die Berichte werden nicht nur präsentiert, sondern direkt mit dem Publikum diskutiert – ein Format, das erfahrungsgemäß zu besonders lebhaften Gesprächen führt. Reine Eigenwerbung oder Marketing-lastige Erfolgsgeschichten ohne inhaltliche Substanz sind hingegen ausdrücklich nicht erwünscht.
Themenschwerpunkte und Beitragskategorien
Einreichungen sind zu fünf inhaltlichen Schwerpunkten möglich: Disruption und Projektmanagement, Künstliche Intelligenz im Projektmanagement, hybride und postagile Vorgehensmodelle, Rollen und Führung im Wandel sowie Organisation, Governance und Skalierung. Darüber hinaus können Beiträge zu allgemeinen Projektmanagementthemen eingereicht werden.
Für den formalen Rahmen stehen vier Kategorien zur Wahl: Wissenschaftliche Langbeiträge mit maximal zehn Seiten, Kurzbeiträge für Denkanstöße und Impulse mit maximal fünf Seiten, die beschriebenen Praxisberichte als Foliensatz sowie die Diskussion bereits veröffentlichter Arbeiten nach dem „Journal-first”-Modell.
Fristen und Einreichung
Die Einreichung erfolgt über die Plattform EasyChair. Nach der Deadline am 28. Juni 2026 werden die Autorinnen und Autoren bis zum 28. Juli über die Annahme informiert. Finale Fassungen sind bis zum 30. August einzureichen; die Präsentationsfolien müssen bis zum 31. Oktober vorliegen.
Alle Informationen, Vorlagen und der Einreichungslink finden sich unter: https://pvm-tagung.de/call-for-paper
Fragen beantwortet das Organisationsteam unter info@pvm-tagung.de.
