Der Impulsvortrag bietet eine kleine Artenkunde, welche Überprüfungen im Projektumfeld beobachtet werden können, und macht sich Gedanken, wozu das gut sein kann. An den Kreis der Teilnehmenden geht die Frage wie Projektprüfungen bisher wahrgenommen und genutzt wurden, zur offenen Diskussion.
Am 14. Juli 2026 fand in Frankfurt am Main ein weiteres Treffen der „Community of Practice Projektmanagement“ der Gesellschaft für Informatik e.V. statt. Thema der Veranstaltung war „Der prüfende Blick auf’s Projekt(management): Review, Audit, Assessment“, präsentiert von Karin Wenzel. Die freiberufliche Projektmanagerin erläuterte verschiedene Arten der Projektüberprüfung anhand von Erfahrung und Literatur und schlug den Bogen zu einem alternativen Blick auf Audits.
Der Impulsvortrag war ein Schlaglicht die Verwendung der Begriffe in Realität, Fachliteratur und einigen Normen. Dabei wurden die Unterschiede verschiedener Arten von Projektüberprüfungen dargestellt. Wichtig ist jeweils im Vorfeld zu klären und festzulegen, wer prüft, welchen Umfang und welchen Gegenstand die Prüfung haben soll und welches Ziel verfolgt wird. Ein Konformitätsaudit zur Sicherstellung von Compliance oder zur Firmenzertifizierung muss anders durchgeführt werden, als ein prüfender Rückblick im Team oder eine Suche nach Verbesserungspotentialen. Prüfgegenstand können unter anderem Projektergebnisse, die Methodik oder auch Prozessreife sein. Die Prüfverfahren müssen entsprechend darauf abgestellt sein. Vorgestellt wurde auch der Ablauf eines typischen Audits und Beispiele verschiedener Formen von periodischen oder fallbezogenen Untersuchungen. Abgerundet wurde der Vortrag durch einen Blick auf die Frage, wie man Reviews und Audits aus der Ecke der Routinen und Rituale holen kann und vermeidet, Schwachstellen zu verstecken statt zu verbessern.
Begleitet wurde die Präsentation durch lebhafte Diskussion und Schilderung eigener Erfahrungen und Fragen der Teilnehmenden. Dabei waren alle Ebenen von Erlebnissen als auditiert werdendes Projektteam über Auditor bis Assessorin in internationalen Projektmanagement-Awards vertreten, so dass Feedback und Reflexion in großer Vielfalt stattfanden.
Über die Referentin
Karin Wenzel ist Diplom-Physikerin, freiberufliche IT-Projektleiterin und Wirtschaftsmediatorin (IHK). Seit 1998 ist sie in IT-Projekten in komplexen und unternehmenskritischen Rechenzentrumsumgebungen tätig, oft an den Schnittstellen zwischen verschiedenen Fachabteilungen oder Unternehmen. Ehrenamtlich ist sie in der GPM und im itSMF Deutschland aktiv.
Die Community of Practice
Informationzur CoP finden Sie au der Webseite der Fachgruppe Projektmanagement: Community of Practice – FG WI-PM
