Was sind Akteure im Test- und Projektmanagement?
Akteure sind Nutzer, Rollen oder externe Systeme, die mit dem zu entwickelnden oder zu testenden System interagieren. Sie stehen außerhalb des Systems, lösen aber Funktionen aus oder empfangen Ergebnisse. In der Modellierung werden Akteure häufig in Use-Case-Diagrammen dargestellt.
Merkmale
- Akteure sind nicht Teil des Systems, sondern Umgebungselemente.
- Sie können reale Personen (z. B. Endanwender, Administratoren) oder technische Systeme (z. B. Schnittstellen, Datenbanken, externe Services) sein.
- Sie definieren Anforderungen, da ihre Interaktionen die Funktionen des Systems auslösen.
- Ein Akteur kann mehrere Use Cases nutzen, und ein Use Case kann von mehreren Akteuren genutzt werden.
Beispiel
Bei der Entwicklung eines Online-Banking-Systems gibt es unterschiedliche Akteure:
- Kunde: führt Überweisungen aus, ruft Kontoauszüge ab.
- Bankangestellter: prüft Kreditvergaben oder setzt Limits.
- Externe Systeme: z. B. Zahlungsverkehrssysteme für Überweisungen.
Hinweise für die Praxis
- Abgrenzung: Ein Akteur ist immer etwas, das mit dem System interagiert, aber nicht Teil des Systems selbst ist.
- Akteure sollten klar beschrieben werden (z. B. als Rolle, nicht als einzelne Person).
- Use-Case-Diagramme helfen, die Interaktionen zwischen Akteuren und System transparent zu machen.
- Für Tests lassen sich aus Akteursrollen direkte Testfälle ableiten, die typische Nutzerinteraktionen abbilden.
