Bewertung: 5 / 5

Stern aktivStern aktivStern aktivStern aktivStern aktiv
 

 

Hilfsmittel in der Führung

Spezifisch loben

Lob ist das wichtigste Hilfsmittel in der Führung. Mit nichts anderem kann man so gut Selbstvertrauen aufbauen, wie mit Lob.

Entscheidendes Kriterium, ob Lob gut oder schlecht ist, ist nicht die Menge des verteilten Lobs, sondern die Annahme von Lob.

Die Annahme von Lob ist von zwei Faktoren abhängig.

  • Einmal ist es davon abhängig, ob der Mitarbeiter von genau diesem Projektleiter Lob annehmen will. Es hängt also davon ab, ob der Projektleiter anerkannt ist und als kompetent, usw. wahrgenommen wird.
  • Der zweite Faktor ist, wie „gut“ das Lob ist. Ist das Lob allgemein und unpräzise, wird es leicht (zu Recht?) als Schmeichelei verstanden.

Eine gute Methode ist, den schriftlichen Bericht der Mitarbeiter schon beim Lesen daraufhin zu prüfen, ob es etwas zu loben gibt. Dabei sollten nicht nur fertige Ergebnisse, sondern auch ein guter Fortschritt oder ein besonderes Engagement gelobt werden.

Schmeichelei schadet, weil es eine Manipulationsmethode ist. Fühlt sich ein Mitarbeiter manipuliert, dann wird die Akzeptanz von Projektleiter und seinem Lob schnell sinken.

Für das Loben bietet sich ein Vier-Schritte-Plan an:

  1. Spezifisch loben – nicht allgemein.
  2. Es sollte von der Erklärung gefolgt sein, wie und wann es dem Projektleiter aufgefallen ist.
  3. Dem Mitarbeiter sollte mitgeteilt werden, warum seine Aktivität so gut war. (Vielleicht weil ein knapper Zeitplan gehalten werde kann oder weil es gut für die Projektkultur war.)
  4. Abschließend sollte der Mitarbeiter ermutigt werden, weiterhin so gute Leistung zu bringen.

Damit Lob funktioniert, muss auch der Projektleiter Lob annehmen können.