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Es gibt verschiedenste organisatorische Einflüsse, welche sich auf Projekte und den jeweiligen Projekterfolg auswirken können. Daher sollten diese beim Projektstart bekannt sein und in der Planung entsprechend berücksichtigt werden. Hierzu gehören die
- Reife der Trägerorganisation in Bezug auf die Durchführung von Projekten
- die Organisationsstruktur
- sozioökonomische Faktoren

Projektreife der Trägerorganisation

Die erfolgreiche Durchführung von Projekten erfodert das Durchsetzen von Mindeststandards bezüglich des Projektmanagements. Hat die Organisation keine oder kaum Erfahrung mit der Durchführung von Projekten, so ist es für den Projektmanager oft schwer die erforderlichen Projektmanagementprozesse (z.B. Changemanagement) bei den Stakeholdern durchzusetzen. In einem solchen Fall legt der Projektmanager besonderen Wert auf Projektmarketing und die Erläutern des Zwecks von bestimmten Prozessen bei den Stakeholdern.
Die Implementierung von Projektmanagement im eigenen Unternehmen ist meist ein evolutionärer Prozess, der sich im Laufe der Zeit verbessert. Kommt man als externer Dienstleister zur Projektdurchführung in ein Unternehmen, ist es empfehlenswert den aktuellen Stand im Gespräch mit den Stakeholdern zu klären.
(Insbesondere, da Wunsch und Wirklichkeit bisweilen auseinander driften.)

Organisationsstruktur

Die Organisationsstruktur der Trägerorganisation gehört zu den Faktoren mit dem offensichtlichsten Einfluss auf das Projekt. In Unternehmen wird hier hauptsächlich zwischen Linienorganisationen (Stabsorganisation), projektorientierten Organisationen und als Mixtum aus beidem die verschiedenen Abstufungen der Matrixorganisation unterschieden.
Die Linienorganisation ist stark funktional orientiert. Jeder Mitarbeiter hat einen eindeutigen Vorgesetzten. Die Projektinhalte sind durch die funktionale Abteilungstrennung naturgemäß funktional eingeschränkt. Daher werden Inhalte, welche über den Produktlebenszyklus zusammengehören oft in unterschiedlichen Abteilungen und Projekten durchgeführt.
Projektorientierte Organisationen haben die stärkste Projektunterstützung, da sie in der Regel die Mitarbeiter für jedes Projekt spezifisch zusammenstellen. Der Projektmanaget hat weitestgehend uneingeschränkte Weisungsbefugnis gegenüber den Projektmitarbeitern. Unterstützende Funktionen (Buchhaltung, Beschaffung, etc.) haben keinen tragenden Einfluss auf die Projekte.
Eine Mischung aus beidem ist die Matrixorganisation. Hierbei werden die Mitarbeiter für die Projekte aus den Linienabteilungen abgezogen. Insbesondere wenn keine 100% Delegation stattfindet gibt es häufig Interessenkonflikte zwischen Projektmanager und Abteilungsleiter. Es wird zwischen starker, ausgewogener und starker Matrixorganisation unterchieden, wobei sich die Unterschiede hauptsächlich auf die Machtbefugnisse des Projektmanagers gegenüber dem Abteilungsleiter beziehen. Starke Matrixorganisationen haben in der Regel Vollzeit-Projektmanager und eine hohen Unabhängigkeit der Projekte von den Linienabteilungen.

Sozioökonomische Einflüsse

Es gibt eine Reihe von Faktoren, welche wenig offensichtlich ein Projekt beeinflussen können. Hier sind zu nennen:
- Internationalisierung von Projekten
Durch den Einsatz von Mitarbeitern unterschiedlicher Nationen ergeben sich Unterschiede in Sprache, Kultur, Zeitzone (bei verteilten Projekten) und rechtliche Aspekte. Damit soll nicht gesagt werden, dass sich durch ein Multikulturelles Projektteam nicht enorme Chance bieten - es entsteht jedoch auch ein breites Feld für Missverständnisse, welche den Projektfortschritt behindern.
- Wohlstand
Der Wohlstand in einem Unternehmen kann Einfluß auf die Bereitschaft der Mitarbeitet haben, bei einem Projekt mitzuarbeiten.
- Angst
Die Angst vor Arbeitplatzverlust oder auch die völlige Abwesenheit von Arbeitsplatzangst in einer behördlichen Sicherheit können Auswirkungen auf die Bereitschaft haben, in in einem Projekt mitzuarbeiten.