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Projektmanagement und Vorgehensmodelle 2016 (PVM216) – Tagungsbericht

www.pvm-tagung.de

 

Am 6. und 7. Oktober diesen Jahres war die dritte gemeinsame Tagung der GI-Fachgruppen Vorgehensmodelle (WI-VM) und Projektmanagement (WI-PM) zu Gast beim Software Innovation Campus Paderborn (einem Spin-Off der Uni Paderborn) im eindrucksvollen Heinz Nixdorf Museumsforum. Thema der diesjährigen Tagung war das Arbeiten in hybriden Projekten: „Das Sowohl-als-auch von Stabilität und Dynamik".

In 2 Streams mit 10 reviewten Papers und 7 „Future Track“-Vorschlägen wurde die betriebliche Realität der Nutzung „hybrider“ Vorgehensmodelle mit einer unternehmensspezifischen Mischung aus Agilität und traditionellem Vorgehen mit ca. 100 Tagungsteilnehmern diskutiert. Die beiden Keynotes von Klaus Wagenhals zum Thema agile Führung und Uwe Lübbermann zum „hybriden Modell“ Premium Cola stimmten auf den Einsatz ungewöhnlicher und in Bezug auf die „reine Lehre gemischter Ansätze im Vorgehen und im Projektmanagement ein.

Das Tagungsformat bestand aus einem durch das Programmkomitee in einem Doppelt-Blind-Verfahren ausgewählten wissenschaftlichen Hauptprogramm, einem Future Track mit innovativen Themen und Praxisberichten, sowie den Open Spaces, bei denen die Teilnehmer eigene Themen einbringen und diskutieren konnten.

 

Vorsitz des Programmkomitees hatten (von links nach rechts) Prof. Dr. Martin Engstler, Prof. Dr. Eckhart Hanser, Masud Fazal-Baqaie und Alexander Volland.

In „Open Spaces“ konnten die Teilnehmer ihre mitgebrachten Fragen mit der einzigartigen Mischung aus anwesenden Experten diskutieren. Dabei war insbesondere die neue Kooperation mit der GPM Fachgruppe IT-Management von Bedeutung, die die Relevanz aufzeigte, die das Thema der hybriden Modelle auch in der GPM hat.

Interessant waren die vielen Vorschläge aus der Praxis, die z.B. Scrum problemlos mit klassischen Techniken wie Qualitätsmanagement verknüpften oder agile Techniken in das regulierte Umfeld oder bei Finanzdienstleistern einführten. Ebenso konnten neue hybride Ansätze im Katastrophenmanagement oder Auswirkungen hybrider Modelle auf den Softwareerstellungsvertrag mit dem Fachpublikum diskutiert werden. Der „Best Paper Award“ ging dieses Jahr an den Vortrag „Prozessverbesserung durch Fragmentierte Anwendung von Scrum & Co“, in dem ein neuartiges Modell der Zerlegung hybrider Modelle in Prozessbausteine diskutiert wurde.

Prof. Dr. Oliver Linssen (rechts) übergibt den Best Paper Award an M. Sc. Philipp Diebold (links) vom Fraunhofer Institut für Experimentelles Software Engineering IESE in Kaiserslautern.

 

Die Fachgruppen WI-VM und WI-PM bedanken sich bei den zahlreichen Sponsoren und insbesondere bei liquidmoon GmbH und dem Software Innovation Campus Paderborn. Der nächstjährige Tagungsort wird bis Ende des Jahres auf www.pvm-tagung.de bekannt gegeben.